Themse, 2019
An der Themse, 2019

 
Am Erker 82
   

"Von Ems bis Inn und drüberhin"
erscheint im März 2022
Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2021

Flüsse sind Symbole des Lebens - von der Quelle zur Mündung; mal munter mäandrierend, mal begradigt, fast kanalisiert; um diverse Zuflüsse bereichert und sich schließlich ergießend; in den Zyklus von Verdunstung und Abregnung gebettet. Verkehrsadern sind sie, Kulturraumbegründer und Grenzvorwand. An ihren Ufern lässt sich versonnen hocken und Vorbeitreibendem zuschauen. Berüchtigte Orte des Ertrinkens in Strudeln und Strömungen sind sie obendrein. Einst Vorboten, dass da mehr ist als die enge Welt des Bekannten. Gegenstand großer Liebeserklärungen. Heimat. Der Neckar! Die Seine! Unfassbar unspektakulär (Ems, Hunte), enorm spektakulär (Mittelrhein, Elbsandsteingebirge, Grand Canyon), ins Prokrustesbett gezwängt (die Emscher bis neulich), entfesselt (die Isar seit der Renaturierung), seenreich durch Idyllen dümpelnd (die Schwentine), geheimnisvoll im Halbschatten durchsonnter Waldungen flackernd (die Ilz), durchpflügt von tausend Binnenschiffen. Und auch in der Literatur munter strömend, von Canettis Donau bis zu Döblins Amazonas-Trilogie, von Naipauls An der Biegung des Flusses bis zu Gerstäckers Flusspiraten des Mississippi und Mark Twains Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Klaus Böldls Passau-Gründelei Drei Flüsse nicht zu vergessen. Und auch Bifurkationen sind spannend - der Orinoco, die Hase bei Gesmold!

Gesucht werden zumal Kurzprosa (gern bis 5.000, nicht über 10.000 Zeichen), aber auch Gedichte, die sich mit Flüssen beschäftigen, sich aber auch Bächen widmen dürfen, wo Stichlinge stehen, Enten schnattern, Frösche quaken - und Kanälen mit Schleusen, bunt beflaggten Schiffen, dem Oder-Havel-Kanal mit Schiffshebewerk Niederfinow (Oderbruchblick!), dem durchs Altmühltal gebrochenen Main-Donau-Kanal, dem Küstenkanal, an dem der Redakteur dieses Erkers aufwuchs.

Gesucht werden auch Essays, die sich mit Flussliteratur beschäftigen, mit Manfred Hausmanns Unterweser etwa oder mit Esther Kinskys Am Fluss, aber auch mit Flussfilmen, mit Käutners Unter den Brücken, mit Jean Vigos L'Atalante, Werner Herzogs Aguirre und Fitzcarraldo, mit Bitterer Reis und Die Nacht des Jägers.

Auf geht's!

Andreas Heckmann

 

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